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11. Februar 2012

*Nachgedacht! Der HRS wird abgemahnt, weil Preis- und Verfügbarkeitsparität eine erhebliche Behinderung des Wettbewerbs darstellen. Nutzt die Hotellerie die Chance?



Wofür braucht die Hotellerie eigentlich eine Abmahnung vom Bundeskartellamt gegen den HRS, wenn doch unzählige Hoteliers den Vertriebsplattformen seit Jahren freiwillig und ohne Not bessere Preise zur Verfügung stellen, als ein direkt buchender Gast sie bekommt? Was nutzt ein fairerer Wettbewerb der Portale, wenn sogar vertriebsstarke Konzernhotels jedem X-beliebigen Last Minute Start Up bis zu 50% Rabatt einräumen, die natürlich auf der eigenen Homepage nicht angeboten werden? Und warum streitet die Hotellerie für mehr Mitsprachemöglichkeiten in der Strategie der Vertriebspartner, wenn sie nicht bereit ist,  für eigene starke und kundenfreundliche Buchungswege wenigstens 50% der Vertriebskosten zu investieren, die sie jährlich dem externen Vertrieb ohne Murren überweisen? Dieser Artikel handelt von Revenue Managern, die ihr Handwerk nicht beherrschen, Profit vernichtenden Verkaufsstrategien und der Unfähigkeit einer ganzen Branche den Gast für direkte Buchungen zu belohnen.
Die Abmahnung des Bundeskartellamtes könnte eine Kehrtwende für die Vertriebspolitik einer ganzen Branche auslösen. Hier sind ein paar Gedanken zur Entscheidung und den daraus resultierenden, denkbaren Szenarien und warum es am Ende wahrscheinlich gar nichts bewirken wird, weil zu wenig in Wissen & Technologie investiert wird.

Was wird der HRS jetzt tun?

Es ist davon auszugehen, dass der HRS diese Entscheidung anfechten wird. Hotels, die also darüber nachdenken, dass sie jetzt Start Up Anbietern, wie beispielsweise JustBook ab 12.00 Uhr mittags einen so genannten „Last Minute Preis“ anbieten (den die meisten Hotels natürlich aus technischen Gründen auf der der eigenen Homepage nicht buchbar machen), sollten noch etwas warten. Es ist wohl auch nicht sinnvoll, ab morgen den HRS Preis um die drei Prozentpunkte zu erhöhen, die der Verkauf ab März mehr kostet (und natürlich die anderen Verkaufswege bei dem günstigeren Preis zu belassen). Es muss wohl erst noch Rechtssicherheit hergestellt werden, wenn Sie nicht möchten, dass der Buchungsweg HRS für ein paar Wochen (oder bis zu einer einstweiligen Verfügung, weil Sie sofort dagegen angehen) von HRS gesperrt wird.

Es wäre aber schon eine schöne Welt, wenn die Hotellerie folgendermaßen handeln würde. Sie müßte dafür wohl auch nicht unbedingt auf eine Bestätigung der Bundeskartellamts-Abmahnung warten.

Stellen Sie sich vor, die eigene Homepage eines Hotels ist ein perfekter Shop mit den allerbesten Angeboten.
 
Dort gibt es die meisten Angebote, Auktionen, ab und zu ein Deal, damit auch so genannte Smart Shopper auf ihre Kosten kommen. Das Hoxton Hotel in London versteigert beispielsweise jeden Tag 5 Zimmer zu einem Pfund. (http://www.hoxtonhotels.com/the_1pound_sale/). Das tun sie wohlgemerkt auf der eigenen Seite und nicht bei E-bay.
Die perfekte Hotelverkaufsseite bietet Dankeschön – Aktionen für Stammgäste und einen wunderbar einfachen Buchungsweg, auf dem der Gast auch wirklich alle berechtigten Wünsche VERBINDLICH bestätigt bekommt. Wo er beispielsweise ein ruhiges Zimmer oder ein Nichtraucherzimmer GARANTIERT bekommt und nicht mit einer „unverbindliche Anfrage“ vertröstet wird. Was würden Sie denn sagen, wenn Ihr Einzelhändler beim Kauf eines Gummistiefels informiert, dass der Wunsch nach trockenen Füßen im Stiefel, an den Stiefel weiter geleitet wird, aber nicht garantiert werden kann….“.

Fabrikverkauf für die Hotellerie?
Ziel muss es künftig sein, dass es alle Mehrwerte und Vorteile zunächst nur im hoteleigenen Shop gibt. Hotels sollten vielleicht anfangen, den eigenen Shop und die eigene Buchungsmaschine „Fabrikverkauf“ zu nennen. Der Gast wüßte dann, was los ist. Einziger Nachteil für den Gast kann sein: Es gibt hier eben nur das eigene Hotel. Wobei an dieser Stelle erwähnt sein sollte, dass selbst das nicht sein muss. Die Hotellerie wäre nicht die erste Branche, die auf der eigenen Seite immer dann sofort einen Kollegen anzeigt, wenn das eigene Sortiment nicht ausreicht. Mit den üblichen Multi – Property Portalen ist das sogar technisch gesehen eine gute und bezahlbare Lösung.

Was müsste noch passieren, damit es eine Wende im Hotelverkauf gibt?
 
Träumen wir weiter von der Vertriebswelt der Zukunft, in der Hotels genug Geld verdienen, damit sie gute Mitarbeiter auch gut bezahlen und rechtzeitig die richtigen Investitionen tätigen können und mutiges Unternehmertum zu Recht auch ordentlich entlohnt wird.

Es gibt keine verrückten Tarife, wie Last Minute.

Egal, was Ihnen ein Anbieter sagt! Auf der Webseite des gerade in den Medien auftauchenden Last Minute Start Ups „JustBook“  ist folgendes zu lesen:
„Die JustBook-App bietet Dir ausgewählte Hotels zum Last Minute-Preis: Wir verhandeln mit unseren Partner-Hotels einen unschlagbaren Preis für Buchungen am selben Tag. Jeden Tag präsentiert die App pro Stadt drei ausgewählte Hotels welche ab 12 Uhr mittags bis 2 Uhr nachts für die gleiche Nacht gebucht werden können. Dabei lassen sich Kostenersparnisse von bis zu 50% erzielen.“ (Originaltext von der JustBook – Webseite http://www.justbook.com/).

Und tatsächlich findet man sofort Hotels, die diesen Profit vernichtenden Unsinn mitmachen. Erstaunlich, dass es nicht nur Individualhotels dabei sind, sondern auch Radissons und Sofitels bieten so genannte "Last Minute Schnäppchen".

Mein erster Test auf der App ist direkt erfolgreich. Das Ellington Berlin bietet auf JustBook für den 11. Februar (es ist übrigens 13.00 Uhr) einen Preis von 69,00 € an (für ein DZ). Überraschend ist, dass auf der eigenen Homepage keine normalen Zimmer mehr buchbar sind. Das beste Angebot dort beginnt bei 168,00 € für eine Suite. Hä????  (die Screenshots zeigen, dass ich kein Märchen erzähle:
 
Da fragt man sich doch, ob der Revenue Manager seine Sinne beisammen hatte, als er diese Einstellungen in den Markt gegeben hat! Jaaaa….wird jetzt vielleicht der Umsatzverantwortliche sagen, der Last Minute Preis ist ja nicht mehr stornierbar!!! Na super! Eine tolle Restriktion am Tag der Anreise. Das tut aber wirklich weh, wenn man ein Zimmer, welches man um 18.00 Uhr bucht, nicht mehr kostenfrei stornieren kann.
 
Ist es das, was die Hotellerie will? Soll dafür der Hotelverband und der DeHoGa für Gerechtigkeit im Vertrieb kämpfen? Soll dafür ein erfindungsreicher Vertriebsunternehmer auf seine Gewinne verzichten? Damit wir andere, neue Vertriebsplattformen so stärken können, dass sie die Macht von morgen sind?

Wenn die Hotellerie für solche vertrieblichen Freiheiten die Preis- und Verfügbarkeitsparität aus den Verträgen der großen Mittler entfernt haben möchte, muss man eigentlich hoffen, dass das Bundeskartellamt sich nicht durchsetzen kann. Denn dann  muss man die Hotellerie vor sich selbst schützen.




Über den Last Minute Tarif in der Hotellerie:
  • In der letzten Minute buchen, ist keine Gefahr für den Gast! Im Gegensatz zum Last Minute im Flugbereich, bleibt der Gast nicht am Gate stehen, wenn es Last Minute nicht gibt. Er geht einfach ein Haus weiter und bezahlt eben 20 € mehr.
  • Last Minute vermittelt dem Gast, dass er immer bis zum letzten Moment warten sollte. Wer Last Minute Preise anbietet, kann keinen Frühbucher belohnen!
  • Last Minute ist ein Rabatt, bei dem der Gast nichts zurückgibt, außer mangelnder Planungssicherheit und die Angst für den Hotelier bis zum Abend die Fixkosten nicht zu verdienen.
  • „Last Minute“ ist preisstrategischer Unsinn, denn Gäste, die wirklich kurzfristig ein Zimmer brauchen, sind bereit deutlich mehr zu zahlen, weil sie unter Zeitdruck stehen und nicht stundenlang suchen können. Die Strategie muss lauten: Je länger der Gast mit der Buchung wartet, desto teurer muss das Zimmer sein.

Wenn das Bundeskartellamt sich durchsetzen kann und Vertriebspartner keine Preis- und Verfügbarkeitsparität fordern dürfen, dann könnten die Hoteliers folgende Strategie realisieren:


  • Die eigene Homepage heißt ab sofort Fabrikverkauf und hier gibt es bis zur letzten Socke, pardon bis zum letzten Zimmer, stets den besten Preis und die größte Auswahl. Natürlich muss dafür in einen schönen Shop mit guter Erreichbarkeit und großem Parkplatz investiert werden. Wenn Sie verstehen, was ich meine…. Ziel ist es, den eigenen, direkten Vertrieb oder den der Marke zu der man gehört so stark und überzeugend wie möglich zu machen. In einer Zeit explodierender Vertriebskosten und stagnierender Preise eine sinnvolle Strategie.
  • Das Portal mit den günstigsten Vertriebskosten (in Relation zur Leistung) bekommt fast so gute Konditionen, wie der eigene Fabrikverkauf, also die eigene Homepage.
  • Vertriebspartner, die eingenommene Provisionen als vom Hotel nicht autorisierte Rabatte an bestimmte Kunden (z.B. Firmenkunden) weiter geben, bekommen gar keine Verfügbarkeiten mehr oder nur noch zu den nachfrageschwächsten Zeiten. Das gleiche gilt für Vertriebsplattformen, die unrealistische Rabatte versprechen, die nicht das volle Sortiment abbilden und profitfeindliche Buchungsbedingungen fordern.
  • Vertriebspartner, die dem Hotel nicht erlauben, die eigenen Produkte individuell und verkaufsfördernd darzustellen und zu beschreiben, werden nicht mehr bedient. Ich würde es mir nicht gefallen lassen, dass mein Designzimmer als Standardzimmer im Regal liegt. Das ist so, als würde Ferrero Deutschland erlauben, dass seine Produkte als „Standard-Schokoriegel“ in den Regalen des Einzelhandels angeboten werden.
  • Alle Gäste lernen, dass sie das beste und umfangreichste Angebot immer auf der Homepage des Hotels bekommen. Und nie, wirklich niemals, gibt es ein besseres Angebot auf einer kostenpflichtigen Plattform eines Mittlers.
  • Alle Hotels unterstützen den externen Vertrieb, der sich wirklich bemüht, Gäste zur Buchung zu bringen, die eigentlich gar nicht verreisen wollten. Unterstützung heißt Preis- und Verfügbarkeitsparität zum eigenen Fabrikshop.
  • Alle Hoteliers belohnen ihre besten Gäste, die sich ihrerseits um eine kostengünstige Buchung bemühen.
  • Alle Hoteliers, die sich fair ihren Vertriebspartnern gegenüber verhalten, bekommen die besten Vertriebskonditionen.

Über andere oder auch ähnliche Meinungen freue ich mich,
Ihre Gabriele Schulze

9. Januar 2012

Die Distribution von Kundenbewertungen


Eine erfahrene Einkäuferin eines bekannten Deutschen Reiseveranstalters erzählte mir kürzlich, dass sie generell keine Hotels einkauft, deren HolidayCheck Bewertung eine geringere Weiterempfehlungsquote als 90%  haben und deren Bewertungszusammenfassung geringer als 5,0 ist. Reisebüroketten und Travel Manager der Industrie kaufen den Bewertungscontent gesammelt ein und lassen Expedienten und Reisende oder Tagungsbucher des Unternehmens, zumindest die Zusammenfassung der Bewertungen neben der Preis- und Verfügbarkeitsinformation erscheinen. 
 
Wir leben in einer Zeit, in der nicht nur die offizielle  Beschreibung des Hoteliers, sondern auch die Meinungen der Gäste aktiv verteilt werden, an zahllose mögliche Verkaufsstellen.
Erstaunlich, dass so viele Betriebe das Thema „Bewertungsmanagement“ noch nicht im Businessplan haben.

Was beinhaltet "Bewertungsmanagement"?
Dazu gehört das Monitoring, Messen & Verbessern der Ergebnisse, Gäste aktiv zu Bewertungen einladen und die Kommentierung von Bewertungen.

Zum Bewertungsmanagement gehört nicht: Selbst Verfassen von positiven Bewertungen, Gäste beschimpfen, die nicht zufrieden sind oder PR – Agenturen beauftragen, hunderte von falschen Meinungen zu erstellen.

Mehr Tipps gibt es hier: http://www.marketing4results.de/meinungen_beschwerden_empfehlungen.aspx

14. Dezember 2011

Es passiert jeden Tag. Was kostet das Hotelzimmer?


Fast hätte ich es vergessen. Ich brauche ja noch ein Zimmer von Dienstag auf Mittwoch in Wiesbaden. Ich komme spät aus Dortmund und muss ganz früh weiter in den Rheingau. Ich brauche also ein Hotelbett. Am liebsten bahnhofsnah.

Mit einem schnellen Blick in die Angebote des HRS treffe ich meine Auswahl und suche in Google  die Telefonnummer des gewählten Hotels. Schließlich habe ich eine Telefon Flat Rate und kann - als echte Hotelfreundin - für das Hotel auch kostenfrei die Reservierung durchführen.


Hier das Telefonat mit der Dame am Empfang:

Ich: Guten Tag, ich möchte ein Einzelzimmer von morgen auf übermorgen.

Antwort: Kein Problem, das Zimmer kostet 95,00 € und das Frühstück 12.00 €.

Ich: Ich habe aber gerade beim HRS gesehen, dass Sie auch Zimmer für 87,00 € anbieten. Ich möchte so eines. Ich komme spät an und gehe früh wieder weg. Bitte geben Sie mir ein Zimmer für 87,00 €.

Antwort: Davon haben wir keines mehr frei. Ich kann Ihnen nur ein Zimmer für 95,00 anbieten.

Ich: wenn Sie mir jetzt kein Zimmer für 87,00 geben, dann buche ich jetzt und in dieser Minute für diesen Preis beim HRS. Dann müssen Sie mir das Zimmer für 87,00 € geben und zahlen darüber hinaus 13 % Provision. Es bleiben also nur ca. 75,00 €. Wollen Sie mir nicht doch lieber das Zimmer für 87,00 € geben? Wissen Sie, ich bin auch aus der Hotellerie und ich sage Ihnen, es wäre klüger, mir das Zimmer jetzt für 87,00 zu geben.

Antwort: Wenn Sie aus der Hotellerie sind, dann wissen Sie ja, dass wir angehalten sind, die Zimmer für ein paar Euro mehr anzubieten. Aber na gut, ich habe wohl keine Wahl. Sie können ein Zimmer für 87,00 € buchen.


Anmerkung: Eigentlich hatte ich gar keine Lust mehr, in dieses Hotel zu gehen. Es ist schwer zu verstehen, warum so viele Hotels die telefonische Bestellannahme nicht in Echtzeit mit gleichen Preisen ausstatten können, wie die Vertriebsplattformen. Channel Manager, Schnittstellen zum Front Office, Schnittstellen - Anbindungen an zentrale Reservierungssysteme - die Lösungen sind im Markt. Das ist alles keine Hexerei mehr und sehr bezahlbar implementierbar.

Jeder normale Gast hätte wohl nach dem ersten Satz aufgelegt und eine Buchung beim HRS getätigt. Natürlich in der festen Überzeugung: der HRS hat immer das bessere Angebot. Die Folge wäre: Auch dieser Gast ist für die Direktbuchung für Jahre verloren.

Wenn es das ist, was die Hotellerie an Gäste vermitteln will, dann weiter so.

4. November 2011

Google HotelFinder – was tun?


Es bleibt spannend, jeden Tag gibt es in den Online - Marketing oder Online - Vertriebswegen mindestens eine Neuigkeit. Von vielen Hoteliers noch unbemerkt arbeitet Google intensiv an neuen Lösungen für Suchende nach einem Hotelbett.

Der Google HotelFinder, der seit Herbst 2011 auch für Hotels in Deutschland und Europa funktioniert, soll dem Internetnutzer die Suche nach einem Hotel erleichtern. Schließlich ist es Anspruch des Suchgiganten, dass jeder Nutzer sein ganz individuelles Problem (in diesem Fall, ich suche ein Hotel) gelöst bekommt. Und natürlich ist es umso besser, wenn Google am Lösen dieses „Problems“ auch noch ein paar Euro mit verdient. Google hat dafür die schon lange bestehende  Google-Maps Hotel-Suchfunktion verfeinert und in ein eigenständiges Such- und Buchungsfeature verwandelt.

Preisentwicklungen werden noch transparenter für den Gast.

Der Google HotelFinder zeigt den aktuellen Preis im Vergleich zum Durchschnittswert an (unklar ist noch, aus welchen Zeitraum der Durchschnittswert stammt). Man kann also sagen, dass Google sich alle Preise der Vergangenheit “merkt” und dem Suchenden anzeigt, ob der aktuelle Preis günstiger oder teurer als der Durchschnittspreis des Hotels ist. Ganz komfortabel mit prozentualer Angabe. 

Einer ehrlichen, transparenten und ethisch vertretbaren Preisstrategie kommt eine noch größere Bedeutung als bisher zu. (bei so manchem Hotel in einer Messestadt ist jetzt hinter dem Preis zu lesen: 397% mehr – aus Sicht des Reputations-Managements keine gute Aussage.) Allerdings ist auch eine Wertangabe wie 179% günstiger eine aktive Infragestellung, ob Preis und Leistung in der Hotellerie noch in einem erklärbaren Zusammenhang stehen.

Google bietet also nicht nur ein neues Hotelfinde – Tool, sondern auch eine neue Art der Preistransparenz, die so manchen Marken Manager und seinem Imageberater noch Kopfzerbrechen bereiten dürfte.


18. Juli 2011

Zeit für eine strategische Preis- und Distributionsstrategie in der Hotellerie

Der Preis ist heiß. Das Internet macht alles transparent. Falsche Preislevels führen zu falscher Erwartungshaltung und Gästeabwanderung.


Wer am 16. Juli 2011 ein Zimmer für den 31. Juli 2011 in Berlin sucht, der findet eines der Top 5 Sterne Luxushotels  für 176,00 € im Doppel- oder Einzelzimmer. Nur das Frühstück, das mit 39,00 € pro Person angeboten wird, zeigt, dass man es offenbar mit einem Luxushotel zu tun hat. Zahlreiche 4 Sterne Hotels purzeln  in manchen Stadtteilen bis 45,00 € für ein Doppelzimmer.Das Buchungsportal www.HRS.de zeigt für diesen Reisetermin 440 freie Hotels. Es ist nicht gerade Hochsaison in Berlin.


Schaut man dann in den Januar 2012, sieht man überrascht ein anderes Bild: Für den 3. Januar 2012 als Anreisetag sind nur 280 Hotels in Berlin verfügbar. Und das Zimmer in besagtem Luxushotel kostet jetzt 207,00 €. Übrigens auch für die Gäste, die im Juli 2012 anreisen. Viele der 4 Sterne Hotels, die den Juli für 45,00 € verramschen, fordern im Januar 2012 glatt das Doppelte. Bestraft wird der Gast, der sich frühzeitig entscheidet. Denn man braucht keine Kristallkugel, um zu wissen, dass es Januar viele dieser Hotels in Panik auf den halben Preis herunterfallen. Operative Hektik ersetzt langfristige Strategie. Wie viel besser wird die Nachfrage wohl sein, im Vergleich zum 31. Juli 2012? Wie erklärt sich dieser Preisunterschied? Wieso ist das Zimmer in einem sehr bekannten 5 Sterne Hotel zwei Wochen vor Anreise 32,00 € günstiger als in einer traditionell sehr schwachen Nachfragewoche im Januar?

Die Antwort ist einfach: Weil die Preise in den meisten Häusern zu kurzfristig gesteuert werden. Und oft gibt es zu wenig Erfolgsmessung und kein wirkungsvolles Controlling. Und meistens auch keine professionelle Preis- und Distributionsstrategie. Leider werden auch diese Fehler und daraus resultierenden Ärgernisse viele Gäste in Zeiten des Social Web und der Preisvergleichsmaschinen noch massiver bestraft als vor einigen Jahren. Die Tatsache, dass die gleichen Fehler jetzt paritätisch auf alle Buchungswege verteilt werden, schützt nicht vor Gästeabwanderung. 

2. Mai 2011

Martens & Prahl Hotelversicherung eröffnet Servicecenter auf Facebook


Der Versicherungsmakler Martens & Prahl eröffnet als erster Versicherungsmakler für die Hotellerie ein Servicecenter für vereinfachten Kundendialog auf Facebook. Unter der Adresse Facebook.com/hotelversicherung profitieren Kunden und Interessenten seit April 2011 von handfesten Vorteilen und schneller Reaktion auf Anfragen. Im Tausch gegen ein „gefällt mir" werden den Freunden der Facebook-Seite Vorteilsangebote, Versicherungswissen und sofortige Reaktion auf Fragen oder Probleme offeriert.

Facebook fördert Kundennähe, Transparenz und schnellen Service. Aus diesen Gründen hat sich die Martens & Prahl Hotelversicherung entschlossen, ein Servicecenter auf Facebook zu eröffnen. Die Seite für Hoteleigentümer und Hotelmanager lockt mit handfesten Vorteilen. „Freunde unserer Seite erlauben uns schließlich, mit Ideen oder neuen Produkten ab und zu in ihrem so genannten „Livestream" zu erscheinen. Das ist ein Geschenk, für das wir uns mit Vorteilsangeboten und respektvoller Kommunikation bedanken", sagt Volker Ebert, Geschäftsführer der Martens & Prahl Hotelversicherung. 





Eine gut gepflegte und überwachte Facebook-Seite hilft Kunden und Interessenten sofort, ihre Fragen oder Wünsche zu platzieren. Innerhalb weniger Stunden garantieren die Experten für Hotelversicherungen kompetente Antworten und Lösungen.


In regelmäßigen Abständen werden die Geheimnisse der wichtigsten Versicherungsarten für Hotels und Unternehmer auf dieser Facebook-Seite erläutert und leicht verständlich deren Nutzen erklärt. Neukunden profitieren doppelt: Freunde der Seite, die Ihren Versicherungsstatus auf Optimierungspotenzial überprüfen lassen, erhalten ein Versprechen der besonderen Art:

Ergibt die Versicherungsanalyse eines Hotels nicht mindestens ein 10%iges Einsparpotenzial (bei gleicher oder besserer Leistung), bedanken sich die Martens & Prahl Versicherungsexperten mit 1.000 €. Dieser Fall ist nämlich unwahrscheinlich; kommt es dennoch vor, wird diese Investition als Lehrgeld betrachtet.

14. März 2011

Bewertungsportale, Suchmaschinen und Buchungswege. Zusammenfassung der Podiumsdiskussion "Bewertungsportale" während des ITB Hospitality Days.

Bewertungen, Suchmaschinen, Buchungswege – alles hängt zusammen. Eine von 'Hospitality Inside' organisierte Podiumsdiskussion sollte Transparenz schaffen, welche Faktoren zunehmend die Buchungsentscheidungen inhaltlich und wegetechnisch beieinflussen. 

Hier ein kurzer Rückblick und eine Zusammenfassung:

Wer saß eigentlich auf der Bühne?  Maria Pütz - Willems hat ein paar echte "Bigshots" zusammengetrommelt. Leider hatte Facebook sich in vornehmes Schweigen gehüllt und nicht einmal die Anfrage beantwortet, das tat aber der Qualität der Diskussion keinen Abbruch.
 
Rede und Antwort standen:
  • Juliane Cray/ Industry Head Travel Germany Google German, Marktführer der Suchmaschinen.
  • Christine Petersen, sie ist President von TripAdvisor for Business. TripAdvisor ist nach eigene Angaben die weltweit größe Reisewebseite mit 40 Mio Erfahrungsberichten.
  • Jörg Trouvain/CEO HolidayCheck AG, größtes deutschsprachiges Reiseportal mit täglich 150.000 Besuchern. 
  • Marco Nussbaum/CEO der prizehotel Management GmbH und "Social Media Aktivist"
  • Markus Luthe- Hauptgeschäftsführer des Hotelverband Deutschland (IHA)